Nachhilfe und Kuratorium enden, wenn die Bedingungen, die zu ihrer Gründung führten, nicht mehr existieren (Art. 433 und Art. 439). In solchen Fällen muss die Erklärung der rechtsunfähigen Arbeitsunfähigkeit aufgehoben werden. Die Aufhebung der Rechtskrafterklärung kann von der Person oder von jeder anderen an der Sache interessierten Person beantragt werden (Art. 433). Artikel 501 sieht vor, dass der Erblasser, sobald das Testament datiert und unterzeichnet ist, vor zwei Zeugen in Anwesenheit eines Beamten (Officier public) erklären muss, dass er das Testament gelesen hat und seine letzten Wünsche enthält. Die beiden Zeugen unterzeichnen dann ein Dokument, in dem sie bescheinigen, dass der Erblasser die Erklärung abgegeben hat und in der Lage zu sein schien, ein Testament zu machen. Er muss die Zeugen nicht über den Inhalt des Testaments informieren. Artikel 502 erlaubt es dem Erblasser, dem Beamten und zwei Zeugen lediglich zu erklären, dass das Dokument (vom Beamten gelesen) seine Wünsche enthält, auch wenn er es weder gelesen noch unterschrieben hat. All diese zusätzlichen Informationen deuten auf den Durchgang eines synoptischen Systems (mit vorhergetretenem Regen und wohl gesättigten Böden) hin, das von einer großen Gewitteraktivität (einschließlich Hagel) aufgrund eingebetteter Konvektion begleitet wurde. Dies passt sehr gut zu einigen der Wettermuster, die zu starken Niederschlagsereignissen führen (Stucki et al., 2012).

Aus diesen Erkenntnissen können wir schließen, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass ein Starkniederschlagsereignis einen Großteil des voralpinen Schweizer Raums betroffen hat und somit als Auslöser für das Hochwasser von 1817 hätte wirken können. Die Beispiele zeigen die Nützlichkeit der fotografierten Blätter, die Informationen liefern, die dann mit Informationen aus historischen Datenbanken wie EURO-CLIMHIST kombiniert werden können. Stucki, P., Rickli, R., Brönnimann, S., Martius, O., Wanner, H., Grebner, D., und Luterbacher, J.: Fünf Wettermuster und spezifische Vorläufer charakterisieren extreme Überschwemmungen in der Schweiz, Meteorol. Z., 21, 531–550, doi.org/10.1127/0941-2948/2012/368 2012.  In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden viele Projekte ins Leben gerufen, um meteorologische Beobachtungen zu koordinieren und zu veröffentlichen, die meisten von wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder landwirtschaftlichen Gesellschaften. Zu den Organisationen mit einem meteorologischen Programm gehörte die Ökonomische Gesellschaft Bern. Kurz nach seiner Gründung 1759 stattete der Verein mehrere Stationen in verschiedenen Regionen mit Thermometern und Barometern aus (OeGB, 1762; Pfister, 1975). In den folgenden zehn Jahren wurden drei bis acht Standorte in Messungen, monatlichen Mitteln und Extremen in der Zeitschrift der Gesellschaft gedruckt. Dieses von der Ökonomischen Gesellschaft eingerichtete Beobachtungsnetz war hinsichtlich der Anzahl der Stationen und der geographischen Reichweite gering (alle Stationen befanden sich im Gebiet der Republik Bern, einschließlich ihrer Waadtländer Gebiete und der mit Freiburg regierten).

Identisch ausgestattete Stationen stellten eine innovative Methode dar, die von solchen Netzwerken initiiert wurde und bald auch in größerem Maßstab folgte. Die bekannteste Initiative des 18. Jahrhunderts zur Einrichtung eines erweiterten Beobachternetzes ist die Mannheimer Pfälzer Meteorologische Gesellschaft (Societas Meteorologica Palatina; siehe Cassidy, 1985; Kington, 1988; Wege und Winkler, 2005; Lüdecke, 2010). Es war ein staatlich gefördertes Projekt: Der Kurfürst von Pfalz und Bayern, Karl Theodor, stellte die Mittel des Vereins zur Verfügung. Unter seiner Schirmherrschaft organisierte der Hofpfarrer Johann Jakob Hemmer ein Netzwerk von über 30 Stationen in verschiedenen Teilen Europas.