Eine Vielzahl von Organisationen (DAAD, Helmholtz-Gemeinschaft, Alexander von Humboldt-Stiftung etc.) bieten Doktoranden in Deutschland feste, monatliche Zahlungen an (genug für lebenshaltungskosten und Studiengebühren). Zusätzlich zu einem monatlichen Stipendium stellen sie in der Regel zusätzliche Mittel für den Kauf von akademischem Material und akademische Reisen bereit (z. B. Kurse, Workshops und Konferenzen). Tarifverhandlungen für Beamte sind nicht besonders mit der beruflichen Realität der Wissenschaftler vereinbar. Beispielsweise können Zeiten, in denen Wissenschaftler nicht bei einem Arbeitgeber des öffentlichen Sektors beschäftigt sind, z. B. mehrere Jahre im privaten Sektor arbeiten, als “schädliche Unterbrechung” angesehen werden. Sie können sogar auf ein niedrigeres Erfahrungsniveau herabgestuft werden. Dies gilt in der Regel nicht für Mitarbeiter, die an einer ausländischen Forschungseinrichtung lehren oder forschen und zu diesem Zweck beschäftigt sind. Dieser Zeitraum gilt als relevante Berufserfahrung und wird auf die jeweilige Zeit auf jeder Ebene angerechnet. Wird beispielsweise ein Postdoc zum Leiter einer Nachwuchsgruppe ernannt, wird er in der Regel in ein höheres Lohnband versetzt.

Dies würde eigentlich bedeuten, wieder auf Erfahrungsstufe 1 zu beginnen, und in vielen Fällen würde dies zu einem Verlust des Gehalts führen. Die Tarifverträge stellen jedoch sicher, dass dies nicht geschehen kann, und die Institutionen klassifizieren die Arbeitnehmer so, dass sie mindestens das gleiche Gehalt wie bisher erhalten. Der wichtigste Faktor ist Arbeitszeiten. Für Doktoranden beträgt dieser Wert in der Regel entweder 50%, 67%, 75% oder in Ausnahmefällen 100%. Diese Zahl entspricht dem Prozentsatz der Arbeitszeit der Arbeitnehmer im Vergleich zur erforderlichen Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten in Deutschland. So erhalten Doktoranden mit einem 50-prozentigen Arbeitsvertrag die Hälfte des Gehalts eines Vollbeschäftigten in derselben Engelt-Gruppe. Das Postdoc ist hauptsächlich voll beschäftigt (100%). Beachten Sie, dass unabhängig von den Arbeitszeiten Ihres Vertrages erwartet wird, dass Sie Vollzeit in der Promotion oder im Postdoc arbeiten. Die Gehälter der Doktoranden basieren auf dem Bundestarifvertrag (Tarif der Länder oder TV-L). Innerhalb der TV-L gibt es mehrere Bezahlstufen (Entgeltgruppe), aber Doktoranden werden in der Regel auf der Ebene TV-L E13 bezahlt. Innerhalb dieser Ebene gibt es drei Faktoren, die das tatsächliche Gehalt des Studenten bestimmen. Die erste ist die Gehaltsstufe (Stufe), die auf der Anzahl der Jahre Erfahrung basiert, die Sie haben.

Die meisten Doktoranden beginnen mit Stufe 1 und durchlaufen die Noten, wenn sie Jahre des Dienstalters erwerben. Der nächste Faktor ist die Arbeitszeit (50%, 67%, 75% oder 100%) und den endgültigen Faktor, in welchem Bundesland sich die Universität befindet. Die Gehaltsrechner für jeden Staat finden Sie hier. Zum Beispiel beträgt die Gehaltsspanne für einen Doktoranden 3.438,27 bis 4.962,10 €, während die Spanne für einen 67%igen Doktoranden 2.303,65 bis 3.324,61 € beträgt. Der Vorteil einer Finanzierung durch eine externe Organisation besteht darin, dass Sie nicht an Ihre arbeitsische Einrichtung gebunden sind. Sie können nach Ihren eigenen Interessen arbeiten, Ihre eigenen Arbeitszeiten und Feiertage festlegen, und Sie sind nicht verpflichtet, an einer Institution Aktivitäten teilzunehmen (ob Sie sich entscheiden, diese Tatsache auszunutzen, ist eine andere Sache). Da Stipendien jedoch nicht als Arbeitsverträge per Gesetz betrachtet werden, erhalten Sie nicht die Sozialleistungen, die reguläre Vertragsbeschäftigte erhalten – nämlich die Teilnahme an Krankenversicherungen, Renten, Arbeitslosenversicherung und Berufserfahrung (siehe unten). Darüber hinaus ist es möglich, dass in einigen Fällen bei der Beantragung eines dauerhaften Aufenthalts in Deutschland nach Ihrer Promotion die Jahre, die ein Stipendium erhalten, nicht als Arbeitsjahre gezählt werden.

Dies unterscheidet sich jedoch in jedem Fall. Wenn Sie darüber besorgt sind, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Ansprechpartner bei der Gemeinde. Die meisten Life-Sciences-Doktoranden erhalten nicht 100% des TV-L/öD-Gehalts, sondern 50-65% (das ist ein anderes Diskussionsthema).