Die nächsten Schritte umfassen die Organisation und Buchung von Terminen, die Erstellung des Kaufvertrags über das OneDealer-Tool und die Vermarktung der gekauften Fahrzeuge. “Das gesamte Projekt, einschließlich der Schulung aller Mitarbeiter, wurde innerhalb von nur elf Wochen umgesetzt”, sagt OneDealer-Chef Robert Battenstein. Damals hatte sein Unternehmen auf die Düsseldorfer Ausschreibung reagiert, die die Prozesse und zukünftigen Anforderungen beschrieb, aber auch die Mengenstrukturen für die nächsten drei Jahre, die verschiedenen Umsetzungsphasen und die Ziele definierte. Cornelißen hebt zwei entscheidende Vorteile für OneDealer hervor: Erstens die Tatsache, dass es von SAP angetrieben wird, und zweitens einen voll integrierten Ansatz. Unmittelbar nach der Auftragsvergabe fand im Oktober 2018 ein Workshop statt. Ziel war es vor allem, innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens ein nutzbares System einzurichten. Die nächsten Schritte folgten, wobei immer ein Auge auf die Roadmap und das “Going Live”-Datum zu haben war. Laut Battenstein wurde das bestehende DMS ersetzt, die 43 Carglass-Stationen und das zentrale Callcenter erfolgreich integriert und der Geschäftsprozess erweitert. Das Unternehmen kontrolliert nun in Abstimmung mit den Carglass-Stationen, den Versicherungsagenturen und dem Callcenter seine Vertriebs- und Lead-Management-Prozesse sowohl beim Einkauf als auch beim Verkauf über das Digital Sales Workplace System von OneDealer. Um um die Kernkunden der HUK-Coburg konkurrieren zu können, haben andere deutsche Versicherungen spezielle Kfz-Versicherungsprämien für Beamte eingeführt. Statistische Belege für niedrigere Unfall- und Schadensraten für diese Gruppe rechtfertigten niedrigere Prämien.

Um jedoch mehr neue Mitglieder zu gewinnen, hatten die Versicherer nichts dagegen, Personen, die für staatliche Arbeitgeber arbeiteten, aber nicht den Status eines Beamten hatten, Eine Deckung anzubieten. Dieser Ansatz führte zu einem kontroversen öffentlichen Diskurs, der zu neuen Gesetzen führte. Ab 1977 mussten Personen, die versicherungsschutzsuchend waren, nachweisen, dass sie derzeit Beamte sind, und die Versicherer waren verpflichtet, solche Beweise von ihren potenziellen Kunden zu verlangen. Wenn jemand aus dem Staatsdienst ausschied, musste die Versicherung benachrichtigt und der Versicherungsvertrag gekündigt werden. Das neue Gesetz erhöhte nicht nur den Papierkram, den HUK-Coburg verarbeiten musste, sondern das Unternehmen musste auch mit dem Verlust von rund 60.000 Aufträgen im Wert von 25 Millionen DM jährlich konfrontiert. Um mehr Geschäfte abwickeln zu können, musste der Betrieb der HUK-Coburg ausgebaut werden. In den 1980er Jahren wurde in ausgewählten deutschen Städten ein Netzwerk von rund 120 Kundendienstzentren aufgebaut. Im Oktober 1987 gründete die HUK-Coburg eine weitere neue Tochtergesellschaft, die eine private Krankenversicherung anbot, die Krankenver-sicherungs AG der HUK-Coburg.

Drei Jahre später eröffnete die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten unerwartet einen großen neuen Markt, da jeder Autoversicherungsvertrag in der ehemaligen DDR erneuert werden musste.